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Queeres·Chaos·Kollektiv

Autor: katha Seite 1 von 2

Queerer Spieleabend

Wir treffen uns am Sonntag, den 18.02. für einen Queeren Spieleabend im Cafe Weli✨

Ganz egal, ob ihr für die Spiele, oder einfach zum Quatschen und uns Kennenlernen kommt, wir freuen uns, mit euch einen lustigen Abend zu verbringen! 🥳

Was? Spieleabend
Wann? Sonntag, 18.02. ab 19 Uhr
Wo? Cafe Bar Weli, Ing.-Etzel-Straße 26

Wir freuen uns auf euch! 💜
Ganz liebe Grüße
Euer Queeres Chaos Kollektiv

Poly Stammtisch

Monogamy? In this economy?

Der Poly Stammtisch findet wieder statt! Ob Beziehungsanarchie, Polyamorie oder anderes nicht-monogames Konstrukt… Ihr würdet euch gerne austauschen? Ihr habt Fragen oder seid euch unsicher, ob poly sein etwas für euch ist? Dann kommt gerne vorbei und lasst uns reden! Alle sind willkommen, egal, wie queer ihr seid, ganz unabhängig von Labels und Zugehörigkeiten!

Wann? Am 21.02.2024 ab 19:00!

Wo? Cafe Bar Weli – Ing.-Etzel-Straße 26, 6020 Innsbruck

Mit “viel Liebe” (get it? 😅 ) euer QCK

heute queer, morgen dort … trans*alpine Vielfalt leben 

Wir laden ein zu einer Woche voller trans, inter*, nichtbinärer und gender-nonkonformer Sichtbarkeit!  

Unser Leben ist einem ständigen Wandel unterzogen. Und doch nehmen wir die Kipppunkte, in denen Veränderung passiert, oft gar nicht unmittelbar wahr, sondern können sie erst im Nachhinein als “unsere Geschichte” erzählen. Was, wenn wir eines Tages vor dieser Geschichte stehen und sie plötzlich mit neuen Augen sehen? Wer sind wir dann? 

Mit vielen verschiedenen, künstlerischen Herangehensweisen möchten wir zeigen, wie vielfältig Menschen Geschlecht empfinden und leben und das Leben von trans Personen in Tirol sichtbar machen. Voller Liebe, Wohlwollen und Respekt!  

Wenn auch du deine Perspektive auf Geschlecht als Performance beim Poetry Slam oder der Drag Show beitragen möchtest, schreib uns eine Email an taw@qck.tirol

So vielfältig wie Geschlechter, ist auch unser Programm… 

und so hoffen wir ist für alle etwas dabei!  

11.11. Poetry Slam Workshop, 14.30 – 17.30, Stadtteiltreff Pradl

13.11. Vernissage 19.00 & Filmvorführung “framing agnes”, 20.15, Leokino

14.11. Gestaltwandler-Poetry-Slam goes TIN*, 20.00, BRUX

15.11. Lesung Inter*Pride & Diskussion mit VIMÖ, 19.30, Kater Noster 

17.11. Drag-Show, 20.00, die Bäckerei

18.11. Fear the queer Karaoke, 20.00, Cafe Lotta

20.11. Kundgebung Trans Day of Remembrance, 17.00, Annasäule 


Poetry-Slam Workshop 

Kreative, literarische Texte, Geschichten, Gedichte zu schreiben ist das Eine – sie vor Publikum vorzutragen das Andere. In diesem Workshop wird es darum gehen, wie aus einer Idee ein bühnentauglicher Text, wie aus einem Gedicht Spoken-Word- bzw. Slam-Poetry wird, und welche Vortragsweisen und Performanceelemente ihn so richtig zur Geltung bringen können. 

Gerade queere Gefühle und Perspektiven sind manchmal nicht so einfach zu Papier zu bringen und noch weniger leicht mit anderen (geschweige denn mit einem Publikum) zu teilen. Dabei darf, soll, muss (finden wir) gerade auf Slam-Bühnen Platz für alles nicht-cis-hetero-normative sein. Im Workshop wird es darum gehen, diesen Platz für sich zu beanspruchen. 

Du hast Lust, das mal auszuprobieren? Du weißt noch nicht recht, ob das was für dich ist, aber möchtest mal reinschnuppern? Melde dich bis 6.11. an unter taw@qck.tirol  

Workshopleitung: Katrin ohne H 

Teilnahmegebühr: keine 

Ort: Stadtteiltreff Pradl 

Termin: Sa 11. November 2023, 14:30 bis 17:30 Uhr 

Förderungen: TKI open, Stadt Innsbruck 

Barrierefreiheit: rollstuhlgerecht 

Vernissage und Film – Leokino 

Oft können wir zentrale Momente unseres Lebens erst im Nachhinein bestimmen und so „unsere Geschichte“ erzählen. Was, wenn deren Verlauf einen Kipppunkt erreicht, sodass die bisherige Version unerzählbar wird? Trans sein bedeutet diese Veränderung in vollem Bewusstsein zu leben. 

“Framing Agnes” erzählt die Geschichten mehrerer trans Personen aus den 1950ern in einer Mischung aus Talkshow, Fiktion und Dokumentation. 

Vor dem Film laden wir zur Vernissage, für die der Fotograf Martin Kink Felix Transition portraitierte. Die Ausstellung kann bis Jahresende besucht werden. 

Die Kartenreservierung für Framing Agnes startet am 7.11. über das Leokino

Ort: Leokino, Anichstraße 36 

Termin: Mo 13. November 2023, 19:00 Uhr 

Trailer: Framing Agnes

Förderungen: TKI open, Stadt Innsbruck 

Barrierefreiheit: rollstuhlgerecht, Vernissage im Foyer 

Gestaltenwandler-Slam goes tin* – BRUX 

Es wächst zusammen, was zusammen gehört: Der Gestaltwandler-Slam kooperiert mit dem Queeren Chaos Kollektiv. Im Rahmen von dessen Projekt „heute queer, morgen dort … trans*alpine Vielfalt leben“ wird der GWS zum TIN*-Slam. Trans, inter* und nichtbinäre Personen und Themen stehen im Zentrum – bringt eure genderqueeren, entgendernden, genderbendenden und alle anderen passenden Texte über all things trans von geschlechtlicher Vielfalt, über das ins Rollen bringen der Geschlechterrollen bis hin zu Gender Euphorie mit und werdet Innsbruck’s Next Slam Superstar! Allies und deren Texte sind ebenso willkommen – denn gemeinsam kommen wir am Besten weiter. 

Gleich bleibt: Alle Texte sind selbst verfasst, dauern maximal 5 Minuten, Slammer*innen melden sich direkt vor Ort bis 19:30 Uhr an und das Publikum bestimmt, wer gewinnt. Jetzt schon gewonnen hat die trans*alpine Vielfalt, denn wie Shon Faye schon sagte: Our existence enriches this world. 

Bitte reserviert euch Karten für den Poetry Slam Abend auf der Website des BRUX.

Moderation: Martin „D’Arcy“ Fritz

Ort: Brux / Freies Theater Innsbruck  

Termin: Di 14. November 2023, 20:00 Uhr 

Förderungen: TKI open, Stadt Innsbruck, Haymon Buchhandlung 

Barrierefreiheit: Kellerraum, Aufzug vorhanden, rollstuhlgerechtes WC vorhanden 

Inter*-Lesung – Kater Noster 

Inter*Pride und trans bzw. nichtbinäre Solidarität gehören zusammen – deswegen ist es uns auch in der Trans Awareness Week ein großes Anliegen, unseren inter* Geschwistern eine Bühne zu geben. Tinou Ponzer und Magdalena Klein von VIMÖ lesen aus dem Buch Inter*Pride und sprechen anschließend mit dem Queeren Chaos Kollektiv über inter* und trans Solidarität.

Ort: Kater Noster, Innsbruck 

Termin: Mi 15. November 2023, 19:30 Uhr 

Förderungen: TKI open, Stadt Innsbruck & ArchFem 

Barrierefreiheit: Kellerraum bestuhlt, kein Aufzug vorhanden 

Drag Show – Bäckerei

Schillernd, bunt, politisch, poetisch, artistisch, humoristisch, kritisch, akrobatisch, musikalisch, grenzenlos – das ist Drag! Das Queere Chaos Kollektiv gestaltet mit Unterstützung durch die Salzburger Magic Garage einen magischen Abend voller Geschlechtervielfalt und Entertainment. Von Lipsync bis Comedy werdet ihr bestens unterhalten.  

Wer nicht nur im Publikum, sondern auf der Bühne Teil unserer Drag-Experience sein will, kann sich bis zum 6.11. unter taw@qck.tirol anmelden. Dank Förderung durch TKI open, bekommen alle Performer*innen eine kleine Gage! 

Bitte reserviert euch Sitzplatz-Karten auf der Website der Bäckerei. Es wird auch eine begrenzte Anzahl Stehplatz-Karten direkt am Einlass geben. Für diese gilt ‘first come first serve’. Einlass ist ab 19 Uhr.

Liebe Gäste, bitte seid darauf vorbereitet, dass manche Performances in dieser Show Sexualität thematisieren könnten.

Stay Fabulous, Stay Queer, Stay Rebel! 

Ort: Bäckerei – Die Kulturbackstube, Innsbruck 

Termin: Fr 17. November 2023, 20:00 Uhr 

Förderungen: TKI open, Stadt Innsbruck  

Barrierefreiheit: rollstuhlgerecht, laute Musik sehr wahrscheinlich 

Fear the Queer

Karaoke im Rahmen der Trans Awareness Week im Cafe Lotta.
Wie immer gibt’s solidarische Gaumenfreuden, queere radikale Propaganda uuuuund natürlich auch Karaoke!!! 😉 Unsere Special Drinks gibt’s an dem Abend mit und ohne Glitzer. Kommt vorbei, tauscht euch aus, zeigt dem Hetero-Cis-Patriarchat was Community heißt!

Be queer! Stay rebel!

Ort: Cafe Lotta

Termin: Sa, 18. November 2023, 20:00 Uhr

Barrierefreiheit: rollstuhlzugänglicher Veranstaltungsraum, ebenerdig zugängliche Toilette, Sitzmöglichkeiten, laute Musik sehr wahrscheinlich, Getränke und Essen gegen Spende (bezahle, so viel du kannst)

Kundgebung (TDOR) 

Der Trans Day of Remembrance wurde erstmals 1999 begangen, um zwei ermordeter transgender Frauen of Color zu gedenken. Seitdem wird jährlich mit Kundgebungen und Demonstrationen allen TIN* (trans, inter*, nichtbinären usw.) Personen gedacht, die in den vorausgegangenen 12 Monaten durch transfeindliche Gewalt ums Leben gebracht wurden. Wir laden alle TIN* Personen, queere Menschen und Allies dazu ein, an diesem Tag mit uns gemeinsam zu gedenken und ein Zeichen gegen transfeindliche Gewalt und für trans Leben zu setzen.  

Ort: Annasäule 

Termin: Mo 20. November 2023, 17:00 Uhr 

Barrierefreiheit: rollstuhlgerecht, im Freien 

Wir freuen uns auf euch!

Drag Workshop

Im September veranstalteten wir in Vorbereitung auf die Drag Show in der Trans Awareness Week (Infos kommen bald 😉) einen Drag Workshop.

Im ersten Teil des Workshops führte uns Nicole Klitman theoretisch in die Welt des Drag ein. Wir sprachen darüber, wie man die eigene Drag Persona findet und wie sich diese weiterentwickelt. Gemeinsam ließen wir uns inspirieren und spinnten unsere Ideen weiter. Die hilfreichen Tipps zum Planen und Gestalten einer Drag Show kamen uns natürlich sehr zu Gute. Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem Tanz- und Bewegungsteil mit sir.kingk.antonia.bitch. Wir lernten, zu posen und mit unseren Bewegungen und deren unterschiedlichsten Wirkungen zu spielen. Und last but not least zeigte uns die wunderbare Chichi the Queen Gonzalez die Kunst des Drag Make-ups. Sie führte uns ein in die Techniken des Augenbrauenabklebens, Conturings und allem, was dazugehört.

Alles in allem war es ein sehr intensiver, spannender Tag. Danke an alle Teilnehmenden fürs Mitkreieren des Safespaces und der angenehmen Atmosphäre.

Vielen Dank an die Magic Garage für das Leiten der Workshops, es war großartig und hat viel Spaß gemacht, gerne wieder!

Unser herzliches Dankeschön gilt ebenfalls der TKI für das Ermöglichen dieser Veranstaltung durch die TKI open Förderung sowie der BALE für die Bereitstellung der tollen Räumlichkeiten!

Wir sehen uns bei der Drag Show am 17.11.!
Wer Lust hat, auch ohne den Workshop an der Drag Show mitzuwirken, kann uns gerne unter taw@qck.tirol schreiben

QCK Grillfest

Am 10. Tage des 9. Monats findet um 13:30 Uhr am Gramartboden das Grillfest des QCKs statt. Auf der queeren Agenda finden sich folgende Dinge:

  • Gemeinsames Grillen (Vegan und Mischkost)
  • Musik machen am Lagerfeuer
  • Spiele wie Fußball, Wikinger-Schach und vieles mehr

Gerne könnt ihr auch eigene Sachen mitbringen – wie Picknickdecken, Snacks, Sachen zum Grillen, Getränke, Spiele und dergleichen

Wo? Gramartstraße, 6020 Innsbruck
Wann? 10.09.2023 ab 13:30 Uhr

Anfahrt: Mit dem J Bus zur Hungerburg und ungefähr 10 Gehminuten den ausgewiesenen Schildern (oder dem eigenen Navi) folgen

Mit opulentem Slay,
Euer QCK 💛

Slutwalk 2023 – Redebeitrag Katha

Im Folgenden lest ihr den Redebeitrag von Katha am Slutwalk 2023.
Hier könnt ihr euch den Beitrag als Audio anhören:

Hallo, ich bin Katha vom Queeren Chaos Kollektiv und freue mich heute hier zu sein. In meinem Beitrag geht es heute vor allem um FLINTA-Personen.
In einem patriarchalen System wie dem unseren kann mensch es einfach nicht richtig machen, das gilt ganz besonders für FLINTA-Personen. Ich hab all die Normen und Erwartungen so satt. Du musst ja brav sein. Leise. Angepasst. Hübsch. Attraktiv. Sexy, aber bloß nicht zu sexy. Denn aufreizende Kleidung wird quasi als consent wahrgenommen. FLINTA-Personen werden ständig darauf reduziert, Objekte der Begierde zu sein. Es wird angenommen, dass Kleidung nur für die Augen anderer, vor allem die Augen von Männern getragen wird.
Und sogar wenn ich als weiblich gelesene Person eine andere in der Öffentlichkeit küsse, wird das aus einem Male Gaze heraus betrachtet. Als ob dieser Kuss nur dazu dienen würde, Männer anzuturnen. In diesem System kann mensch es nicht richtig machen. Menschen müssen zwangsläufig an all den Normen und Erwartungen, die sich oft auch widersprechen, scheitern. Und ich persönlich möchte auch daran scheitern – denn nur so ist ein selbstbestimmteres und freieres Leben möglich! Und nur so können wir uns auflehnen gegen diese gewaltige Täter-Opfer-Umkehr.

FLINTA-Personen werden klein gehalten. Oft nicht ernst genommen. Von klein auf dazu sozialisiert, sich anzupassen und bloß nicht wütend zu sein, nicht zu laut, bloß nicht auflehnend. Und genau so wird verhindert, dass sich an bestehenden Machtverhältnissen etwas ändern kann! Aber da machen wir nicht mehr mit!

Deshalb fordere ich alle, die können und wollen auf, wütend und laut zu sein. Denn dazu haben wir jeden Grund! Wir allein entscheiden über unsere Körper, über unsere Kleidung, über unsere Sexualität und unsere Geschlechtsidentität! Wir eignen uns Begriffe wie slut oder queer, die gegen uns verwendet werden an! Und genau darin liegt so viel Widerstand, darin ist erkennbar, dass wir uns nicht an die Norm anpassen. Und darauf auch stolz sein können!

Wir sind viele! Setzen wir uns gemeinsam ein gegen jegliche Form der Diskriminierung. Für mehr Aufklärung. Für mehr Selbstbestimmung. Für eine buntere Welt, in der Menschen für ihr Anderssein gefeiert werden.

Ich, aktivistisch

Das Alles Gute Festival wird aktivistisch!

Kollage der Kreidemessages

Bei unserem Workshop “Ich, aktivistisch” am Freitag beim Alles Gute Festival waren ca. 20 aktive, motivierte Menschen dabei. Wir haben darüber gesprochen, was uns wichtig ist, wie Aktivismus funktioniert und wie mensch da einsteigen kann. Danach haben wir die Botanica mit unseren Anliegen und Aufrufen verschönert.

Danke an alle Teilnehmenden und Mitmachenden – ihr seid Klasse! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.

Liebe Grüße
QCK

Wir suchen Unterstützung!

Hallo queeres Innsbruck! Hallo Allies! Hallo Interessierte! 

Wir sind das Queere Chaos Kollektiv – eine Gruppe von queeren Menschen und Allies, die Innsbruck queerer und offener machen wollen. Und wie? Wir machen Veranstaltungen, Kundgebungen / Demos, Peerberatung, vernetzen uns mit anderen Organisationen, klären auf und zeigen Präsenz.

All das mit den Grundsätzen: 

  • Sinnvoll: wir tun Dinge nur dann, wenn sie auch einen Sinn haben und unsere Ziele voranbringen, und nicht aus reiner Verpflichtung heraus  
  • Machbar: wir schauen auf unsere Ressourcen und Kapazitäten und überfordern einander nicht 
  • Kooperativ: wir arbeiten zusammen, unterstützen einander und bringen unsere individuellen Fähigkeiten ein
  • Inklusiv: es sind alle willkommen, es gibt keinen Outing-Zwang, eine Vielfalt von Stimmen soll gehört werden 

Seit unserer Gründung im August 2022 ist viel passiert. Wir haben zahlreiche Events veranstaltet, unter anderem in der Trans Awareness Week und am Trans Day of Visibility, sowie den Poly-Stammtisch. Wir haben viele Kundgebungen gemacht, Redebeiträge gehalten, uns mit anderen Organisationen und Kultureinrichtungen vernetzt und viel Raum für die Community in Innsbruck erschlossen.  

Aber: all das geht nur, weil wir viele engagierte Menschen sind, die sich einbringen! 

Nach fast einem Jahr hat es ein wenig Wechsel gegeben, manche von uns sind umgezogen, andere haben mit der Uni zu tun, … es sind auch einige Leute dazugekommen, was uns riesig freut! 

Aber wenn es so weitergehen soll, dann brauchen wir noch mehr Menschen, die mitmachen und sich einbringen. Jede einzelne Aktion oder Veranstaltung, die wir machen, braucht Menschen die sich um alles von Social Media bis hin zu Einkauf, Planung und Durchführung kümmern. Da steckt viel Arbeit dahinter. Doch je mehr wir sind, desto weniger Arbeit ist es für jede*n Einzelne*n und desto mehr Spaß haben wir miteinander.  

Klingt das spannend für dich? Dann lies weiter oder schreib uns direkt eine Nachricht, wir freuen uns auf dich 😊 

Q&A: 

Wie ist das Kollektiv aufgebaut? Wie kann ich da dabei sein?  

Im Kollektiv gibt es drei verschiedene “Arten”, Mitglied zu sein. Diese sind nicht fixiert, du kannst also jederzeit zwischen den verschiedenen Arten wechseln, wenn sich deine Lebensumstände ändern. Alle Leute, die gerne zu unseren Veranstaltungen kommen und sich bei uns wohl fühlen, können Teil des Kollektivs sein. Wir haben eine WhatsApp Gruppe, in der Informationen zu Veranstaltungen gepostet werden und einen Discord Server, in dem diskutiert, vernetzt und gemeinsam Spaß gehabt wird. Wenn du da dabei sein willst, schreib uns auf Instagram oder komm zu einem Event! 

Wenn du Lust hast, dich fallweise oder dauerhaft in der Organisation einzubringen, dann gibt es dafür das OrgaTeam. Ins OrgaTeam kann jede Person aus dem Kollektiv, die sich dafür interessiert. Dafür meldest du dich bei uns auf dem Discord.  

Entscheidungen getroffen und längerfristig geplant wird im Plenum. Ins Plenum kommst du über ein Vouching-System – das heißt, wenn du bereits Leute aus dem Plenum kennst, kannst du anfragen, ob du dabei sein kannst, und das Plenum entscheidet dann gemeinsam über die Aufnahme. Das klingt vielleicht ein bisschen scary – ist es aber nicht! Dabei geht es nur darum, dass keine toxischen Personen ins Plenum kommen, also keine Sorge…  

Egal in welchem Ausmaß du dabei sein willst, wir freuen uns 😊  

Was ist der Verein zur Förderung queeren Lebens? 

Einige von uns haben im März einen Verein gegründet, damit wir Finanzen verwalten können und rechtlich abgesichert sind. Dieser läuft hauptsächlich im Hintergrund. Natürlich kannst du auch da Mitglied werden, wenn du im Kollektiv bist – aber bisher passiert da nicht so viel 😉 das meiste Interessante ist im Kollektiv.  

Was bringt es mir, im Kollektiv zu sein? 

Ganz viel! Wir sind gut in der queeren Community in Innsbruck, Tirol und teils Österreich vernetzt. Als ein großes Zeil haben wir vor, Räume für die Community zu erschließen und ein solides Netzwerk zur Verfügung zu stellen, damit queere Menschen und Allies Unterstützung, Freundschaft, Kontakte und Ansprache finden. Wir freuen uns immer, neue Leute kennenzulernen und schauen gut aufeinander. Außerdem bringen viele von uns verschiedene Fähigkeiten und Erfahrungswerte mit und teilen Wissen miteinander! Ob Beratung, Social Media, Schreiben, Kreatives, Eventorganisation, Aktivismus, … wir können viel voneinander lernen, und wir fördern den Wissensaustausch innerhalb des Kollektivs sehr.  

Wenn ich einmal mithelfe, muss ich das dann immer machen?  

Nein, natürlich nicht! Alles läuft bei uns auf freiwilliger Basis. Es gibt bei uns themenbezogene Teams und veranstaltungsbezogene Arbeitsgruppen.
Z.B. ist das Social Media Team für unseren Instagram-Auftritt zuständig, das Blogbeiträge Team für die Beiträge auf der Website und das Design Team für Grafiken und Ähnliches. Bei einem Team dabei sein bedeutet nur, gefragt zu werden, wenn es Aufgaben für die Teams gibt.
Zusätzlich ist es immer möglich, sich für einzelne Aufgaben bei Events zu melden z.B. kann mensch sich melden, beim nächsten Spaßtreffen Decken & Becher mitzubringen, oder einen Aufruftext für eine Kundgebung zu schreiben. Wir helfen auch immer gerne, wenn Leute etwas Neues ausprobieren wollen, damit niemand mit Aufgaben alleine gelassen wird. Wie viel du machen möchtest, ist dir überlassen; du kannst dich für jede Aufgabe freiwillig melden und wirst zu nichts gezwungen, was du nicht machen möchtest. Wir erwarten lediglich, dass rechtzeitig Bescheid gesagt wird, wenn eine Aufgabe doch nicht gemacht werden kann, damit es jemand anderes übernehmen kann.  

Wie finde ich mich ein? Was, wenn ich nicht verstehe, wie etwas funktioniert oder einen Post übersehe?  

Kein Problem! Wir haben Dokumentation und Verläufe, in die du dich einlesen kannst. Wenn dir das lieber ist, kannst du dich auch einfach bei einem Spaßtreffen mit uns unterhalten und Fragen stellen. Es ist auch möglich, einfach im Discord zu fragen, ob jemand Zeit für dich hat und dir persönlich eine Einführung geben kann. Es gibt keine dummen Fragen! 

Ich habe X Identität / ich bin Ally / ich bin noch neu in der Community / in Innsbruck – darf ich dabei sein?  

JA! Bei uns sind alle willkommen, die sich in der Community zuhause fühlen (wollen) oder für queere Rechte einstehen. Egal, wie du dich selbst identifizierst oder ob du noch neu bist. Gerade dann freuen wir uns, wenn du dazukommst! Wir sind gegen Zwangsouting oder Identitäts-Policing. Bei uns steht Respekt füreinander an erster Stelle, alles andere ist deine Sache! 

Ihr scheint wenig PoC in eurer Gruppe zu haben, bin ich trotzdem willkommen? Wie geht ihr mit Rassismus um?  

Es stimmt, dass wir bisher primär weiße Menschen / ohne Migrationshintergrund sind. Wir möchten das aber gerne ändern. Rassismus, wie jede andere Diskriminierungsform, ist bei uns ein No-Go, und wir arbeiten stets an uns, um einen Raum zu kreieren, der für ALLE offen ist. Wir freuen uns sehr über jede neue Perspektive, die ins Kollektiv kommt. Zögere nicht, uns zu kontaktieren – wir nehmen alle Sorgen und Ängste zu dem Thema ernst und wollen uns verbessern und unsere Vielfalt im Kollektiv erweitern.  

Ich bin richtig motiviert und will sofort anfangen – wie mach ich das? Und was steht aktuell an? 

Schreib uns direkt auf unserer Email oder Instagram, dann können wir dich aufnehmen und loslegen! Es gibt immer was zu tun. 😊  

Im Moment planen wir einen Vortrag an der Uni, Infostände bei der SoHo-Kundgebung und dem Fest der Vielfalt, Beteiligung beim CSD, Spaßtreffen, den Poly-Stammtisch, die zweite Runde der Queer Games und die Trans Awareness Week im November. Vor allem unser Social Media Team und die Veranstaltungsorganisator*innen suchen dringend Leute, die mitmachen.

Wir freuen uns auf euch! 

Trans Day of Visibility

Foto von Martin Kink

Am 31.03.2023 war der Trans Day of Visibility, ein Anlass um transgender, inter* und nicht-binäre Personen sichtbar zu machen und sich solidarisch zu zeigen. Das Queere Chaos Kollektiv hat dafür, unterstützt durch ArchFem, eine Kundgebung vor dem Landesmuseum gehalten, bei der Infomaterial zur Verfügung stand und durch Redebeiträge, Spoken Word, Slam Poetry und Gesang für die Sichtbarkeit und Rechte der trans Community eingestanden wurde. Es wurden ähnlich denkende politische Organisationen eingeladen, von denen die SOHO und die VSStÖ sich mit Redebeiträgen beteiligten. Die Kundgebung wurde teils live übertragen und zählt über den Nachmittag ca. 40 anwesende Personen.

Zeitgleich war in Kooperation mit dem Landesmuseum eine Ausstellung mit Kunst von trans* Künstler*innen zu sehen, die noch für einige Wochen im Landesmuseum zu betrachten ist. Ebenso stellte die Stadtbibliothek Innsbruck im Rahmen einer Kooperation Bücher von trans Autor*innen für den ersten Tag der Ausstellung zur Verfügung.

In der Trans Awareness Week im November plant das Queere Chaos Kollektiv eine weitere Ausstellung in Innsbruck. Mit diesen Aktionen soll erreicht werden, dass trans Personen sichtbarer werden, die rechtliche Situation in Österreich vor allem um die medizinische Versorgung und die rechtliche Anerkennung verbessert wird und Diskriminierung von und Übergriffe gegen trans* Personen abnehmen.

Die Geschichte der Personenstandsänderung in Österreich

von Julia

Für den queer History Month wollte ich die Geschichte der bisherigen Personenstandsänderung in Österreich durchgehen.

Da der Verein transx hierzu schon eine sehr gute Zusammenfassung mit hinterlegten Quellen ausgearbeitet hat, hielt ich es gut, mich hauptsächlich darauf zu stützen und selber dazu zu kommentieren. Meine Kommentare sind im Kursiv dazu geschrieben. Nun zum Thema:

Wusstet ihr, dass…

es in Österreich seit dem Personenstandsgesetzes von 1983 möglich ist, den eigenen Geschlechtseintrag zu ändern. Die Bedingungen für die Änderung regelte der sogenannte “Transsexuellenerlass”. Dieser Erlass setzte als Voraussetzung für die Personenstandsänderung ein Gutachten des Instituts für Gerichtsmedizin der Universität Wien voraus.

Dieses Gutachten musste folgende Sachen erweisen:

  • Punkt 1: Die antragstellende Person musste längere Zeit unter der ”zwanghaften Vorstellung” gelebt haben, dem anderen Geschlecht zuzugehören, was sie dazu veranlasst, sich geschlechtskorrigierender Maßnahmen zu unterziehen.
  • Punkt 2: Die Person musste Maßnahmen durchgeführt haben, welche zur deutlichen äußerlichen Änderung an das andere Geschlecht führen.
  • Punkt 3: Dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit das Zugehörungsempfinden zum anderen Geschlecht nicht mehr ändern wird.

Als aller erstes: Transsexualität ist ein veralteter Begriff, trans* sein hat nichts mit der Sexualität zu tun.

Zu Punkt 1: Allein schon die Formulierung “zwanghafte Vorstellung” klingt hier schon sehr pathologisierend. Weiters wird dieser Begriff auch nicht näher erläutert. Was ist zwanghaft und was nicht? Ab wann ist was zwanghaft?

Zu Punkt 2: Man merkt hier, dass die Formulierung hier sehr schwammig ist, und diese wird auch nicht näher definiert oder erläutert. Dies führt dazu, dass die Definition je nach Person unterschiedlich ausgelegt werden kann.

Das führte zu Folgendem:

Im Erlass wurde weder Sterilität (anders als das deutsche Transsexuellengesetz zu der Zeit), noch operative Eingriffe gefordert.

Allerdings setzte die damalige dafür zuständige Person auf dem gerichtsmedizinischen Institut (deren Name möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen) für die Bestätigung von Punkt 2 willkürlich, ohne rechtliche Grundlage, genitalanpassende Operationen voraus.

Von trans Frauen forderte sie die Entfernung des Penis und der Hoden, die Bildung einer Neovagina und Neoclitoris, nicht aber einen Brustaufbau.

Trans Männer wurden zur Entfernung der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Brüste gezwungen. Ein Penisaufbau wurde ihnen nicht abverlangt.

Hier sieht man wieder einen klassischen Fall transphober Gewalt in der eine cis (also nicht trans) Person über Schicksale von trans Personen entschied.

So, das waren die Bedingungen zum Gutachten.

Weiters wurde im “Transsexuellenerlass” von 1983 festgelegt, dass die antragstellende Person die Kosten für das Gutachten selber übernehmen muss und dass eine BESTEHENDE EHE bei Personenstandsänderung ANNULLIERT wird.

1996 wurde die Regelung geändert: Ab da wurde verlangt, dass die antragstellende Person NICHT VERHEIRATET IST. Ansonsten konnte sie die Änderung nicht machen.

2006 hob der Verfassungsgerichtshof den “Transsexuellenerlass” auf. Er gab damit der Beschwerde von Sandra H. recht, der eine Personenstandsänderung aufgrund ihrer bestehenden Ehe verwehrt wurde.

Das Innenministerium stellte danach trotzdem nur Heiratsurkunden für “Mann” und “Frau” aus. Damit wurde der Geschlechtswechsel eines Partners offengelegt.

Diese Praxis wurde erst 2010 durch den Prozess von Michelle B. vom Verwaltungsgerichtshof gestoppt.

Seitdem werden pseudo-geschlechtsneutrale Heiratsurkunden ausgestellt. In diesen wird zuerst der (ehem.) Mann und die (ehem.) Frau genannt.

Nun gab es nach der Aufhebung vom “Transsexuellenerlass” keine definitive Regelung.

2007 wurde den Standesämtern von damaligen Innenminister Günther Platter in einer internen Weisung vorgeschrieben, dass Personenstandsänderungen zu genehmigen seien, wenn “ein psychotherapeutisches Gutachten UND DER BEFUND DER GESCHLECHTSANPASSENDEN OPERATION vorliegen.

Die Behörden setzten dann diesen Operationszwang um, wobei bis 2009 nicht definiert war, was überhaupt operiert werden musste. Dies wurde erst 2009 durch das BMI festgelegt.

2009 fochte Michaela P. diese Praxis an und der Verfassungsgerichtshof kippte dann den Operationszwang.

Trotz des höchst gerichtlichen Urteils zur Kippung des Operationszwang wurde die Personenstandsänderung von Michaela P. abgelehnt.

Ende 2009 wurde in einem anderen Verfahren die Personenstandsänderung von Monique D. (unter Berufung auf das BMI-Schreiben von 2007) ebenfalls abgelehnt, obwohl dies seitens des Verfassungsgerichtshofes nicht mehr rechtens war.

Erst nach intensiver Öffentlichkeitsarbeit und Amtsmissbrauchs Beschwerden seitens der beiden trans Frauen wurden die beiden Personenstandsänderungen bestätigt.

2010 hat das BMI endlich die Erlässe zwischen 2007 und 2010 aufgehoben. Mit demselben Schreiben wurde die Kompetenz für die Personenstandsänderung an die Länder übertragen.

Was wir eindeutig anhand der Historie sehen können, ist, dass trans Menschen willkürlich und komplett frei von Logik gesetzlich eingeschränkt und behindert wurden und werden.

Die Gesetze wurden und werden von cis Menschen geschrieben, die oftmals keinerlei Expertise dazu besitzen, wie es ist trans zu sein und welche Hürden das mit sich bringt.

Keine Lockerung kam von allein, sondern musste vor Oberstem Gericht eingeklagt werden.

Deshalb müssen wir weiterhin für Aufmerksamkeit sorgen und für unsere Rechte einstehen!

Alle Rechte, die wir heute haben, verdanken wir den Kämpfenden vor uns, und es ist unsere Pflicht, für die, die nach uns kommen, diese Rechte zu erhalten und zu verbessern!

Alerta Alerta Queerfeminista!

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